Tasmanischer Bergpfeffer – Tasmannia lanceolata ‘Red Spice’ (Männlich)

Wissenswertes über die Pflanze

Der Tasmanische Bergpfeffer ‘Red Spice’ wird botanisch als Tasmannia lanceolata ‘Red Spice’ bezeichnet. Im Pflanzenhandel ist außerdem die ältere Bezeichnung Drimys lanceolata ‘Red Spice’ verbreitet.

Die Sorte zeichnet sich durch ihre tiefroten bis dunkel rötlich braunen jungen Triebe aus. Sie bilden einen deutlichen Kontrast zu den ledrigen, glänzend dunkelgrünen Blättern. Der junge Blattaustrieb kann zusätzlich kupferrot gefärbt sein.

‘Red Spice’ ist immergrün und behält sein Laub auch während des Winters. Die Pflanze entwickelt einen dicht verzweigten, aufrechten Wuchs. Abhängig von Standort, Klima und Schnitt kann sie im Laufe vieler Jahre ungefähr 2–4 m hoch und 1–2,5 m breit werden.

Im Frühjahr erscheinen kleine, cremeweiße und duftende Blüten in Gruppen. Bei dem angebotenen Produkt handelt es sich ausschließlich um männliche Pflanzen. Diese bilden männliche Blüten, entwickeln jedoch keine Beeren.

Die Art Tasmannia lanceolata ist normalerweise getrenntgeschlechtlich. Männliche und weibliche Blüten befinden sich somit auf unterschiedlichen Pflanzen. Da das angebotene Exemplar männlich ist, sind bei diesem Produkt keine dunkelroten oder schwarzen Früchte zu erwarten.

Pflegeanleitung

Einpflanzen im Beet

Wähle einen halbschattigen bis sonnigen und möglichst geschützten Standort. Ein Platz vor einer Hauswand oder zwischen anderen Gehölzen kann die Pflanze vor kaltem und austrocknendem Wind schützen.

Das Pflanzloch sollte ungefähr doppelt so breit wie der Wurzelballen sein. Lockere verdichteten Boden gründlich auf. Sehr schwere Erde kann mit geeignetem mineralischem Material und humoser Erde durchlässiger gestaltet werden.

Setze die Pflanze so ein, dass die Oberkante des Wurzelballens ungefähr mit der umgebenden Bodenoberfläche abschließt. Fülle das Pflanzloch mit dem gelockerten Aushub, drücke die Erde vorsichtig an und gieße anschließend gründlich.

Eine Mulchschicht kann die Bodenfeuchtigkeit gleichmäßiger halten. Das Material sollte nicht unmittelbar an den Trieben anliegen.

Umtopfen

Für die Kübelhaltung benötigt ‘Red Spice’ ein ausreichend großes Pflanzgefäß mit mehreren Abzugslöchern. Eine Drainageschicht kann den Abfluss überschüssigen Wassers unterstützen.

Verwende ein humoses, strukturstabiles und möglichst kalkarmes Substrat. Topfe die Pflanze um, wenn das Gefäß stark durchwurzelt ist, die Erde kaum noch Wasser aufnimmt oder der Strauch nicht mehr standsicher ist.

Das neue Gefäß sollte nur entsprechend größer gewählt werden. In einem deutlich zu großen Kübel kann das Substrat über längere Zeit zu nass bleiben.

Pflegehinweise

Standort

Ein halbschattiger und geschützter Standort bietet gute Voraussetzungen. Auch ein sonniger Platz ist möglich, wenn der Boden gleichmäßig frisch bleibt. Kalter und austrocknender Wind sollte vermieden werden.

Boden

Geeignet ist ein humoser, kalkarmer bis neutraler und gut durchlässiger Boden. Die Erde sollte frisch bis feucht bleiben. Anhaltende Staunässe kann die Wurzeln schädigen und sollte vermieden werden.

Gießen

Gieße die Pflanze nach dem Einsetzen regelmäßig und durchdringend, sodass der gesamte Wurzelballen erreicht wird. Der Boden sollte zwischen den Wassergaben nicht vollständig austrocknen.

Kübelpflanzen benötigen im Sommer häufigere Kontrollen. Bei stark kalkhaltigem Leitungswasser kann Regenwasser oder anderes kalkarmes Wasser verwendet werden.

Düngung

Eine maßvolle Gabe Kompost oder geeigneten Gehölzdüngers im Frühjahr kann den Austrieb unterstützen. Kübelpflanzen können während der Wachstumszeit bedarfsgerecht versorgt werden. Eine übermäßige Düngung sollte vermieden werden.

Rückschnitt

Ein regelmäßiger starker Rückschnitt ist nicht erforderlich. Abgestorbene, beschädigte oder sich kreuzende Triebe können im Frühjahr entfernt werden.

Soll die Pflanze kompakter bleiben, lassen sich zu lange Triebe maßvoll einkürzen. Leichte Formkorrekturen sind auch während des Sommers möglich.

Überwinterung

Überwinterung im Beet

Ausgepflanzt und an einem geschützten Standort verträgt ‘Red Spice’ kurzfristig ungefähr −10 °C. Die tatsächliche Frostverträglichkeit hängt unter anderem vom Alter der Pflanze, von der Frostdauer, vom Wind und von der Bodenfeuchtigkeit ab.

Junge Pflanzen sollten in den ersten Standjahren geschützt werden. Decke den Wurzelbereich mit Laub, Reisig oder einem geeigneten Mulchmaterial ab. Bei stärkerem Frost können die oberirdischen Pflanzenteile zusätzlich mit einem luftdurchlässigen Wintervlies geschützt werden.

In winterkalten Regionen ist die Kultur im Pflanzgefäß mit einer geschützten Überwinterung die sicherere Variante.

Überwinterung im Kübel

Im Kübel ist der Wurzelballen stärker frostgefährdet als im Gartenboden. Stelle das Gefäß geschützt auf und umhülle es mit einem isolierenden Material. Eine Unterlage aus Holz oder einem anderen isolierenden Werkstoff schützt zusätzlich vor Bodenkälte.

In rauen Regionen empfiehlt sich ein heller, kühler und möglichst frostfreier Überwinterungsplatz. Da ‘Red Spice’ immergrün ist, darf der Wurzelballen auch im Winter nicht vollständig austrocknen. Gieße an frostfreien Tagen sparsam und vermeide Staunässe.

Fazit

Der Tasmanische Bergpfeffer ‘Red Spice’ verbindet glänzend dunkelgrünes, immergrünes Laub mit tiefroten jungen Trieben und cremeweißen Frühlingsblüten. Er bevorzugt einen geschützten, halbschattigen bis sonnigen Standort mit humosem, durchlässigem und gleichmäßig frischem Boden.

Bei dem angebotenen Produkt handelt es sich um eine männliche Pflanze. Sie bildet Blüten, aber keine Beeren.