Chinesische Dattel – Ziziphus jujuba
Wissenswertes über die Pflanze
Die Chinesische Dattel – Ziziphus jujuba, auch Jujube genannt, ist ein sommergrüner Kleinbaum oder Großstrauch mit einer locker aufgebauten, rundlichen Krone. Die glänzend grünen Blätter besitzen drei auffällige Hauptadern und können sich im Herbst gelb färben. Einige Exemplare bilden Dornen an den jungen Zweigen.
Im späten Frühjahr bis Frühsommer erscheinen kleine gelblich-grüne Blüten in den Blattachseln. Daraus können sich ovale Steinfrüchte entwickeln. Diese sind zunächst grün und werden mit zunehmender Reife rötlich bis dunkelbraun. Die reifen Früchte sind essbar und können frisch, getrocknet oder verarbeitet verwendet werden. Da sie einen harten Stein enthalten, sollten sie vor dem Verzehr entsprechend vorbereitet werden.
Ob und wie viele Früchte entstehen, hängt unter anderem von Standort, Wärmeangebot, Witterung, Bestäubung und Entwicklungsstand der Pflanze ab. In kühleren Regionen kann die Vegetationszeit für eine vollständige Fruchtreife zu kurz sein. Ein geschützter, sonniger und warmer Platz bietet deshalb die besten Voraussetzungen.
Ohne begrenzenden Rückschnitt kann Ziziphus jujuba langfristig etwa 8 bis 10 m hoch und 6 bis 8 m breit werden. Die tatsächliche Größe hängt von Standort, Boden, Pflege und Schnitt ab. Im Hausgarten lässt sich das Gehölz durch regelmäßige Schnittmaßnahmen deutlich kleiner halten.
Pflegeanleitung
Einpflanzen im Beet
Pflanze die Chinesische Dattel an einen sonnigen, warmen und möglichst windgeschützten Platz. Besonders geeignet sind Standorte vor einer nach Süden oder Westen ausgerichteten Wand, an denen sich die Wärme länger hält.
Wässere den Wurzelballen vor dem Einpflanzen gründlich. Hebe anschließend ein Pflanzloch aus, das ungefähr anderthalb- bis zweimal so breit wie der Ballen, aber nicht tiefer als dieser ist. Lockere den Untergrund und die Seiten des Pflanzlochs, damit sich die neuen Wurzeln im umgebenden Boden ausbreiten können.
Setze die Pflanze so ein, dass die Oberkante des Wurzelballens ungefähr mit der Bodenoberfläche abschließt. Fülle das Pflanzloch mit dem zuvor entnommenen und bei Bedarf verbesserten Boden auf. Drücke die Erde vorsichtig an und gieße anschließend langsam und durchdringend.
Während der Anwachsphase sollte der Wurzelballen gleichmäßig leicht feucht bleiben. Vermeide sowohl vollständiges Austrocknen als auch dauerhaft nasse Erde. Bei größeren Exemplaren kann ein Pflanzpfahl für zusätzliche Stabilität sorgen.
Umtopfen
Für die Kübelhaltung benötigt die Chinesische Dattel ein standfestes und frostbeständiges Gefäß mit mehreren ausreichend großen Abzugslöchern. Wähle beim Umtopfen einen Kübel, der nur schrittweise größer als der bisherige Kulturtopf ist. In einem übermäßig großen Gefäß kann ungenutztes Substrat lange feucht bleiben.
Verwende eine strukturstabile und gut durchlässige Kübelpflanzenerde. Mineralische Bestandteile wie Bims, Lava oder feiner Blähton können den Wasserabzug und die Luftführung im Substrat verbessern. Die Abzugslöcher müssen dauerhaft frei bleiben.
Setze die Pflanze in derselben Tiefe ein, in der sie zuvor kultiviert wurde. Zwischen Erdoberfläche und Topfrand sollte ausreichend Platz zum Gießen bleiben. Gieße nach dem Umtopfen gründlich und entferne überschüssiges Wasser aus Untersetzern oder Übertöpfen.
Ein Umtopfen ist sinnvoll, wenn der vorhandene Kübel vollständig durchwurzelt ist, Wurzeln aus den Abzugslöchern wachsen oder der Ballen nach dem Gießen ungewöhnlich schnell wieder austrocknet.
Pflegehinweise
Standort
Ein vollsonniger, warmer und geschützter Standort unterstützt die Entwicklung und verbessert die Voraussetzungen für Blüte und Fruchtreife. In kühlen, schattigen oder stark windoffenen Lagen können Wachstum und Fruchtbildung geringer ausfallen.
Boden
Die Chinesische Dattel eignet sich für verschiedene Bodenarten, sofern überschüssiges Wasser gut ablaufen kann. Ideal ist ein lockerer, mäßig nährstoffreicher und gut durchlässiger Boden. Dauerhafte Staunässe sollte vermieden werden.
Schwere oder verdichtete Böden müssen großflächig gelockert und mit strukturgebenden Bestandteilen verbessert werden. Eine reine Kiesschicht am Grund des Pflanzlochs beseitigt keine tiefer liegende Staunässe.
Gießen
Gieße frisch gepflanzte Exemplare regelmäßig und durchdringend. Zwischen den Wassergaben darf die obere Bodenschicht leicht antrocknen, der Wurzelballen sollte während der Anwachsphase jedoch nicht vollständig austrocknen.
Gut eingewachsene Pflanzen können zeitweise trockenere Bedingungen vertragen. Bei länger anhaltender Hitze und Trockenheit benötigen sie dennoch zusätzliches Wasser. Im Kübel muss die Feuchtigkeit häufiger kontrolliert werden, da das begrenzte Substrat schneller austrocknet.
Düngung
Im Beet genügt auf einem ausreichend versorgten Gartenboden meistens eine maßvolle Nährstoffgabe im Frühjahr. Dafür eignen sich beispielsweise reifer Kompost oder ein geeigneter Langzeitdünger für Gehölze.
Kübelpflanzen benötigen während der Wachstumszeit eine regelmäßige, bedarfsgerechte Versorgung nach den Angaben des verwendeten Düngers. Eine übermäßige Stickstoffdüngung sollte vermieden werden, da sie weiche und spät ausreifende Triebe fördern kann.
Rückschnitt
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht zwingend erforderlich. Im Frühjahr können abgestorbene, beschädigte, sich kreuzende oder ungünstig wachsende Triebe entfernt werden. Zu lange Zweige lassen sich auf eine passende Seitenverzweigung zurücknehmen.
Soll die Pflanze dauerhaft kompakter bleiben, kann die Krone regelmäßig ausgelichtet und begrenzt werden. Verwende sauberes, scharfes Werkzeug und berücksichtige mögliche Dornen an den Zweigen.
Früchte und Ernte
Die Früchte können geerntet werden, sobald sie sich rötlich bis braun verfärben. Je nach gewünschter Verwendung lassen sie sich frisch verzehren, trocknen oder weiterverarbeiten. Der Geschmack, die Größe und die Reifezeit können abhängig von Pflanze, Standort und Witterung variieren.
Eine regelmäßige Ernte kann nicht garantiert werden. Vor allem in Regionen mit kurzen oder kühlen Sommern besteht die Möglichkeit, dass die Früchte nicht vollständig ausreifen.
Überwinterung
Überwinterung im Beet
Die Angaben zur Winterhärte von Ziziphus jujuba unterscheiden sich je nach Quelle, Herkunft und Pflanzenmaterial. Für die Produktkommunikation sollte deshalb vorsichtig von einer kurzfristigen Frostverträglichkeit bis ungefähr −12 °C ausgegangen werden, sofern für die konkret angebotene Pflanze keine belastbare Lieferantenangabe vorliegt.
Pflanze das Gehölz an einen geschützten Standort und decke den Wurzelbereich junger oder frisch gepflanzter Exemplare vor stärkeren Frösten mit Laub oder einer lockeren Mulchschicht ab. Halte dabei etwas Abstand zum Stamm. Ein luftdurchlässiges Gartenvlies kann junge Pflanzen zusätzlich vor kaltem Wind schützen.
Die tatsächliche Winterverträglichkeit hängt unter anderem von Frostdauer, Wind, Bodenfeuchtigkeit, Mikroklima sowie Alter und Zustand der Pflanze ab. Nach einem kalten Winter solltest du zunächst den Austrieb abwarten, bevor möglicherweise geschädigte Triebe entfernt werden.
Überwinterung im Kübel
Im Kübel ist der Wurzelballen deutlich frostempfindlicher als im Gartenboden. Stelle das Gefäß deshalb an einen wind- und regengeschützten Platz nahe einer Hauswand. Platziere es auf Holzfüßen oder einer isolierenden Unterlage und umwickle den Kübel bei Frost mit Jute, Kokosmatten oder einem geeigneten Winterschutzmaterial.
In Regionen mit längeren oder stärkeren Frostperioden ist ein helles, kühles und frostgeschütztes Winterquartier empfehlenswert. Gieße während der Winterruhe nur sparsam, lasse den Wurzelballen aber nicht vollständig austrocknen. Gedüngt wird in dieser Zeit nicht.
Fazit
Die Chinesische Dattel – Ziziphus jujuba verbindet glänzend grünes Laub, eine lockere Krone und essbare Steinfrüchte. Sie eignet sich als Solitär für sonnige, warme und geschützte Gartenplätze sowie für die Kultur in einem ausreichend großen Kübel.
Für eine mögliche Fruchtbildung und Fruchtreife sind vor allem viel Sonne, ein warmes Mikroklima und eine ausreichend lange Vegetationszeit wichtig. Ein durchlässiger Boden und eine sorgfältige Wasserversorgung während der Anwachsphase unterstützen die Entwicklung. Junge Pflanzen und Exemplare im Kübel benötigen bei Frost zusätzlichen Schutz.