Himalaya-Zeder – Cedrus deodara
Wissenswertes über die Pflanze
Die Himalaya-Zeder Cedrus deodara ist ein immergrüner Nadelbaum aus dem westlichen Himalaya. Sie zeichnet sich durch einen markanten Kronenaufbau, einen leicht überhängenden Leittrieb und herabhängende Zweigspitzen aus.
Junge Bäume besitzen meist eine breit pyramidenförmige Krone. Mit zunehmendem Alter wird diese breiter, lockerer und teilweise abgeflacht. Die natürliche Wuchsform kommt besonders gut zur Geltung, wenn die Zeder frei steht und sich ihre Äste ohne regelmäßige Schnittmaßnahmen entwickeln können.
Die dunkelgrünen bis blaugrünen Nadeln stehen überwiegend in dichten Büscheln an den Kurztrieben. Sie bleiben auch im Winter am Baum. Ein gewisser Abwurf älterer Nadeln ist dennoch ein natürlicher Vorgang und kein unmittelbares Anzeichen für eine Erkrankung.
Im Herbst erscheinen unauffällige männliche und weibliche Blütenstände. Aus den weiblichen Blüten können sich aufrecht stehende, breit eiförmige Zapfen entwickeln. Diese zerfallen bei der Reife nach und nach am Baum.
In Mitteleuropa erreicht die Himalaya-Zeder langfristig häufig etwa 15–20 m Höhe und 10–15 m Breite. Unter besonders günstigen klimatischen Bedingungen kann sie noch größer werden. Sie eignet sich daher vor allem für große Gärten, weitläufige Grundstücke und Parkanlagen.
Pflegeanleitung
Einpflanzen im Beet
Wähle einen vollsonnigen, warmen und möglichst windgeschützten Standort. Plane dabei ausreichend Abstand zu Gebäuden, Wegen, Grundstücksgrenzen und anderen großen Gehölzen ein.
Das Pflanzloch sollte ungefähr doppelt so breit wie der Wurzelballen sein. Lockere verdichteten Boden gründlich auf und verbessere sehr schwere Erde bei Bedarf mit geeignetem mineralischem Material. Überschüssiges Wasser muss zuverlässig ablaufen können.
Setze die Zeder so ein, dass die Oberkante des Wurzelballens ungefähr mit der umgebenden Bodenoberfläche abschließt. Fülle das Pflanzloch mit dem gelockerten Aushub, drücke die Erde vorsichtig an und gieße anschließend gründlich.
Junge Bäume sollten während der Anwachsphase mit einer geeigneten Baumanbindung stabilisiert werden. Die Befestigung darf nicht in den Stamm einschneiden und sollte regelmäßig kontrolliert werden.
Umtopfen
Junge Himalaya-Zedern können vorübergehend in einem ausreichend großen und standfesten Pflanzgefäß kultiviert werden. Der Kübel benötigt mehrere Abzugslöcher und eine zuverlässige Drainage.
Topfe die Pflanze um, sobald der vorhandene Behälter stark durchwurzelt ist oder Wasser nur noch langsam aufgenommen wird. Aufgrund ihrer späteren Größe ist eine dauerhafte Kübelhaltung allerdings nur eingeschränkt empfehlenswert. Langfristig entwickelt sich die Art am besten mit ausreichend Wurzelraum im Gartenboden.
Pflegehinweise
Standort
Ein vollsonniger und warmer Platz bietet gute Voraussetzungen für eine gleichmäßige Entwicklung. Besonders junge Pflanzen sollten vor kaltem, austrocknendem Wind geschützt stehen.
Boden
Geeignet ist ein humoser, nährstoffreicher und gut durchlässiger Boden. Die Himalaya-Zeder bevorzugt leicht saure bis neutrale Verhältnisse. Stark verdichtete, dauerhaft nasse oder sehr kalkreiche Böden sind weniger geeignet.
Gießen
Während der Anwachsphase benötigt die Zeder regelmäßige und durchdringende Wassergaben. Der gesamte Wurzelballen sollte erreicht werden, ohne dass dauerhaft Staunässe entsteht.
Gut eingewachsene Bäume werden vor allem während längerer trockener und warmer Perioden zusätzlich bewässert. Auch im Winter kann an frostfreien Tagen Wasser notwendig sein, da das immergrüne Nadelkleid weiterhin Feuchtigkeit verdunstet.
Düngung
Eine maßvolle Gabe Kompost oder eines geeigneten Gehölzdüngers im Frühjahr kann den Austrieb unterstützen. Auf ausreichend nährstoffreichen Gartenböden ist häufig keine weitere Düngung notwendig.
Eine zu starke oder späte Stickstoffdüngung sollte vermieden werden. Sie kann weiche Neutriebe fördern, die vor dem Winter nicht ausreichend ausreifen.
Rückschnitt
Die natürliche Kronenform entwickelt sich ohne regelmäßigen Rückschnitt. Entferne lediglich abgestorbene, beschädigte oder ungünstig wachsende Äste. Starke Eingriffe in altes, unbenadeltes Holz sollten vermieden werden.
Der überhängende Leittrieb ist ein charakteristisches Merkmal und sollte nicht eingekürzt werden. Auch die natürlich herabhängenden Zweigspitzen sind kein Zeichen mangelnder Stabilität.
Überwinterung
Überwinterung im Beet
Ausgepflanzt, gut angewachsen und an einem geschützten Standort verträgt die Himalaya-Zeder kurzzeitig Temperaturen bis ungefähr −15 °C. Die tatsächliche Frostverträglichkeit hängt unter anderem vom Alter der Pflanze, der Frostdauer, dem Wind und der Bodenfeuchtigkeit ab.
Junge Pflanzen sollten in den ersten Standjahren geschützt werden. Eine Mulchschicht über dem Wurzelbereich kann starke Temperaturschwankungen abmildern. Das Material sollte nicht unmittelbar am Stamm anliegen.
Bei strengem Frost kann die Krone zusätzlich mit einem luftdurchlässigen Wintervlies geschützt werden. Luftdichte Folien sind dafür nicht geeignet.
Überwinterung im Kübel
Im Kübel ist der Wurzelballen stärker frostgefährdet als im Gartenboden. Stelle das Gefäß windgeschützt auf eine isolierende Unterlage und umhülle es mit einem geeigneten Winterschutzmaterial.
An frostfreien Tagen sollte die Bodenfeuchtigkeit kontrolliert werden. Der Wurzelballen darf weder vollständig austrocknen noch dauerhaft nass bleiben. In Regionen mit regelmäßig strengem Frost ist eine helle, kühle und frostgeschützte Überwinterung die sicherere Variante.
Fazit
Die Himalaya-Zeder verbindet immergrünes Nadelkleid mit einem charakteristischen, leicht überhängenden Kronenaufbau. An einem sonnigen, geschützten Standort und mit ausreichend Platz entwickelt sie sich langfristig zu einem markanten Solitärbaum. Wegen ihrer möglichen Höhe und Breite sollte der endgültige Standort sorgfältig ausgewählt werden.