Sommer-Tamariske – Tamarix ramosissima (Mehrstämmig)
Wissenswertes über die Pflanze
Die mehrstämmige Sommer-Tamariske ist ein laubabwerfender Zierstrauch oder kleiner Baum mit lockerem, filigranem Wuchs. Ihre schlanken, häufig leicht überhängenden Triebe tragen feine, schuppenartige Blätter. Im Sommer erscheinen zahlreiche kleine rosafarbene Blüten in langen, federartigen Rispen. Damit setzt sie besonders in sonnigen Gärten, Vorgärten und auf großzügigen Freiflächen einen auffälligen Akzent.
Das natürliche Verbreitungsgebiet von Tamarix ramosissima reicht von Ost- und Südosteuropa über Zentralasien bis in die Mongolei und den westlichen Himalaja. Sie wächst als verzweigter Strauch oder kleiner Baum und bildet häufig mehrere Grundtriebe.
Die feinen Blätter liegen schuppenartig an den dünnen Zweigen an und verleihen der Pflanze ihr charakteristisches, luftiges Erscheinungsbild. Die rosafarbenen Blüten erscheinen an den neu gebildeten Trieben. Der genaue Beginn und die Dauer der Blüte hängen von Standort, Rückschnitt und Witterung ab.
Nach dem Einwurzeln kann die Sommer-Tamariske mit zeitweise trockenen Böden umgehen. Außerdem verträgt sie salzhaltige Luft und windige Bedingungen an küstennahen Standorten. Im Binnenland ist dagegen ein gewisser Schutz vor kalten, austrocknenden Winterwinden sinnvoll.
Pflegeanleitung
Einpflanzen im Beet
Pflanze deine Sommer-Tamariske vorzugsweise im Frühjahr oder Herbst, solange der Boden frostfrei und nicht wassergesättigt ist. Wässere den Wurzelballen vor der Pflanzung gründlich und hebe ein Pflanzloch aus, das deutlich breiter als der Ballen ist.
Setze die Pflanze nicht tiefer ein, als sie zuvor im Topf gestanden hat. Fülle das Pflanzloch mit der gelockerten Erde, drücke sie vorsichtig an und gieße anschließend durchdringend. Bei schweren oder verdichteten Böden solltest du den Untergrund großflächig lockern und seine Wasserdurchlässigkeit verbessern.
Plane ausreichend Platz ein, da sich die mehrstämmige Sommer-Tamariske im Laufe der Zeit zu einem breiten Strauch oder kleinen Baum entwickeln kann. Ein dauerhaft zu enger Standort erfordert häufige Schnittmaßnahmen und beeinträchtigt die natürliche, locker überhängende Wuchsform.
Umtopfen
Eine Kultur im Kübel ist vor allem bei jüngeren Pflanzen möglich. Wähle ein großes, standfestes Gefäß mit mehreren Abzugslöchern. Eine Drainageschicht aus Blähton, Kies oder einem vergleichbaren Material unterstützt den Wasserabfluss.
Verwende eine strukturstabile, durchlässige Kübelpflanzenerde, die du bei Bedarf mit mineralischen Bestandteilen wie Sand, Lavagranulat oder Blähton mischst. Topfe die Pflanze im Frühjahr um, sobald der Kübel stark durchwurzelt ist. Aufgrund ihrer späteren Größe entwickelt sich die Sommer-Tamariske langfristig meist besser im Gartenboden.
Pflegehinweise
Standort
Wähle einen möglichst vollsonnigen Standort. Ausreichend Licht unterstützt die Entwicklung der neuen Triebe und der daran entstehenden Blüten. In stärker beschatteten Lagen kann die Blüte geringer ausfallen und der Wuchs lockerer werden.
Küstennahe Standorte mit Wind und salzhaltiger Luft werden grundsätzlich vertragen. Im Binnenland ist ein Platz sinnvoll, der nicht dauerhaft kalten und austrocknenden Winterwinden ausgesetzt ist.
Boden
Die Sommer-Tamariske wächst in unterschiedlichen Bodenarten, sofern überschüssiges Wasser gut abfließen kann. Geeignet sind insbesondere lockere, sandige oder kiesige Böden. Auch mäßig nährstoffreiche Substrate werden vertragen.
Staunässe und dauerhaft vernässte, stark verdichtete Böden solltest du vermeiden. Sehr flachgründige Kalkböden können ebenfalls ungünstig sein. Bei schweren Gartenböden ist eine großflächige Bodenverbesserung sinnvoller als eine kleine Drainageschicht unmittelbar unter dem Wurzelballen.
Gießen
Gieße die Sommer-Tamariske während der Anwachsphase regelmäßig und durchdringend. Der Wurzelballen sollte in dieser Zeit nicht vollständig austrocknen.
Gut eingewurzelte Pflanzen können zeitweise trockene Bodenverhältnisse vertragen. Während lang anhaltender Hitze und Trockenheit solltest du dennoch zusätzlich wässern. Das gilt besonders für junge Pflanzen und Kübelexemplare, deren Wurzelraum begrenzt ist. Lasse die obere Erdschicht zwischen den Wassergaben leicht antrocknen und vermeide Staunässe.
Düngung
Auf normal versorgten Gartenböden benötigt die Sommer-Tamariske meist nur wenige zusätzliche Nährstoffe. Bei magerem Boden kannst du im Frühjahr etwas reifen Kompost oder eine geringe Menge organischen Langzeitdünger oberflächlich einarbeiten.
Eine starke oder wiederholte Stickstoffdüngung ist nicht empfehlenswert, da sie lange, weiche Triebe fördern kann. Ab dem Spätsommer solltest du nicht mehr düngen, damit die neuen Triebe vor dem Winter ausreifen können.
Rückschnitt
Tamarix ramosissima blüht an den neu gebildeten Trieben. Der geeignete Zeitpunkt für den Rückschnitt liegt daher im zeitigen Frühjahr vor dem Austrieb. Kürze die im Vorjahr entstandenen Blütentriebe bis zu einer günstig stehenden Knospe ein. Dadurch förderst du die Bildung neuer Triebe, an denen später die Blüten entstehen können.
Entferne außerdem abgestorbene, beschädigte, sich kreuzende oder sehr schwache Zweige. Bei älteren, mehrstämmigen Pflanzen kannst du einzelne überalterte Grundtriebe bodennah herausnehmen. Schneide nicht jedes Jahr sämtliche Stämme stark zurück, damit das natürliche Grundgerüst und die locker überhängende Wuchsform erhalten bleiben.
Überwinterung
Überwinterung im Beet
Eine gut eingewurzelte Sommer-Tamariske kann an einem geeigneten, durchlässigen Standort die üblichen mitteleuropäischen Winter im Freiland überstehen. Die tatsächliche Frostverträglichkeit hängt jedoch unter anderem vom Alter der Pflanze, vom Standort, von der Dauer der Kälte und vom Zustand der Triebe ab.
Junge oder frisch gepflanzte Exemplare kannst du in den ersten Wintern mit einer lockeren Mulchschicht im Wurzelbereich schützen. In rauen Binnenlagen ist außerdem ein Schutz vor kalten, austrocknenden Winden sinnvoll. Winterliche Staunässe sollte vermieden werden.
Überwinterung im Kübel
Bei Kübelpflanzen kann der Wurzelballen schneller durchfrieren. Stelle das Gefäß deshalb windgeschützt auf eine isolierende Unterlage und umwickle es bei stärkerem Frost mit Jute, Kokosmatten oder einem geeigneten Schutzvlies.
Kontrolliere die Bodenfeuchtigkeit auch während des Winters. An frostfreien Tagen kannst du sparsam gießen, wenn das Substrat deutlich ausgetrocknet ist. Dauerhaft nasse Erde sollte unbedingt vermieden werden.
Fazit
Die mehrstämmige Sommer-Tamariske verbindet einen lockeren, überhängenden Wuchs mit feinem Laub und rosafarbenen Sommerblüten. Besonders geeignet ist sie für sonnige Standorte mit durchlässigem Boden und ausreichend Platz zur freien Entwicklung. Nach einer sorgfältigen Anwachsphase kommt sie mit zeitweise trockenen Bedingungen zurecht. Mit einem angepassten Rückschnitt im zeitigen Frühjahr lässt sich die Bildung neuer Blütentriebe unterstützen, ohne die natürliche Wuchsform zu verlieren.